Minderung der Armut in einer Welt im raschen Wandel
Brüssel/Wien [ENA] In einer kritischen Zeit – die Europäische Union (EU) ist mit neuen, globalen Herausforderungen konfrontiert, die Frist für die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals – MDG) verstreicht 2015 und gleichzeitig muss der nächste mehrjährige Finanzrahmen ausgearbeitet werden – steht die EU vor der Aufgabe, die richtige Mischung aus Strategien, Instrumenten und Ressourcen zu finden.
Um im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung einen wirksamen und effizienten Beitrag zur Armutsbekämpfung zu leisten. Angesichts dieser Situation schlägt die Kommission eine „Agenda für den Wandel“ vor, damit Europa die Entwicklungsländer in diesem Kampf noch solidarischer unterstützen kann. Die Entwicklungspolitik begegnet zudem auch anderen globalen Herausforderungen und trägt zur Strategie Europa -2020 bei.
Gemäß dem Vertrag von Lissabon bildet die Unterstützung der Entwicklungsländer bei der Armutsbeseitigung das Hauptziel der Entwicklungspolitik und zählt zu den Prioritäten des auswärtigen Handelns der EU bei der Förderung ihrer Interessen hinsichtlich einer von Stabilität und Wohlstand gekennzeichneten Welt. Die EU hat bereits einen großen Beitrag zur Armutsminderung und insbesondere zur Verwirklichung der MDG geleistet.
Dennoch herrscht in vielen Teilen der Welt nach wie vor große Armut. Zudem hat eine Reihe weltweiter Schocks viele Entwicklungsländer anfällig gemacht. Angesichts des anhaltenden Wachstums der Weltbevölkerung bedarf es weiterer Anstrengungen, um globalen Herausforderungen in Bezug auf Konfliktprävention, Sicherheit, Umweltschutz und Klimawandel zu begegnen und globale öffentliche Güter wie Ernährungssicherheit, Zugang zur Wasser- und Sanitärversorgung, Energiesicherheit und Migration bereitzustellen.
Unterdessen haben die Protestbewegungen und Volksaufstände in Nordafrika und im Nahen Osten gezeigt, dass Fortschritte bei den MDG zwar wichtig, aber nicht ausreichend sind. Dies lässt zwei Schlussfolgerungen zu: Erstens, dass die Ziele Entwicklung, Demokratie, Menschenrechte, verantwortungsvolle Staatsführung und Sicherheit untrennbar miteinander verbunden sind, und zweitens, dass jede Gesellschaft den jungen Menschen eine Zukunft bieten muss.




















































