Mittwoch, 08.02.2012 05:19 Uhr

„Freundschaftsspiel“ zwischen Ultras und Polizei:

Verfasser: Simone Mayer - Europarl , 15.02.2010, 21:53 Uhr
Presse-Ressort von: Simone Mayer Bericht 3948x gelesen

Eine Begegnung auf Initiative des Europarates Datum: 17.-18. Februar 2010 Veranstaltungsort: Wien (Österreich) – Österreichisches Bundesministerium für Inneres (Minoritenplatz 9) Organisation: Europarat und das österreichische Bundesministerium für Inneres mit Unterstützung der UEFA Beschreibung: Vertreter von Fans aus ganz Europa, darunter Fanklubs und von Football Supporters Europe (FSE) eingeladene Fangruppen der Ultrabewegung, sowie Verantwortliche der Polizei und Stadionsicherheit und Vertreter der Regierungen treffen sich erstmals auf internationaler Ebene. Es soll ein Dialog aufgenommen werden, um das gegenseitige Verständnis zu verbessern und Probleme, wie zum Beispiel Gewalt, bei Fußballspielen zu verhindern. Ziel der Konferenz ist ein besseres Verständnis des Phänomens „Ultra“, die Verbesserung der Kommunikation und die Lösung von Problemen zwischen Fans, Sportgremien und Polizei, die Prävention von Problemen innerhalb und außerhalb von Stadien sowie die Aufwertung der Rolle der Fans im Fußball. Vertreter von Universitäten, Wissenschaftler und Sozialarbeiter werden ihre Erkenntnisse zu den verschiedenen Themen beisteuern. Wer sind die Ultras? Wie wird die „Ultrakultur“ definiert? Wie unterscheidet sich ihr Verhalten von dem anderer Fans? Wieso werden Ultras in der öffentlichen Wahrnehmung meist negativ dargestellt? Hat dieses Bild Einfluss auf das Verhalten der Polizei gegenüber Ultras? Sind die getroffenen Maßnahmen angemessen oder problematisch? Eine vor kurzem veröffentlichte Studie des Europarates (*), die auf europäischer Ebene durchgeführt wurde und Einblick in die Ultrabewegung gibt, liefert einige Antworten auf diese Fragen. Die Konferenz wird im Rahmen der Überwachung der Umsetzung des Europäische Übereinkommen über Gewalttätigkeiten und Fehlverhalten von Zuschauern bei Sportveranstaltungen und insbesondere bei Fußballspielen (1985) veranstaltet. Die Konvention wurde nach der Tragödie im Heysel-Stadion fertig gestellt und dient heute weltweit als Referenz bei der Vorbereitung von Fußballmeisterschaften. Die Diskussionen werden zur Ausarbeitung einer Empfehlung des Europarates über die Ultras beitragen, durch die der Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren verbessert werden sollen. Eine Pressekonferenz mit Mag. Dr. Maria Fekter, Bundesinnenministerin, und Ralf-René Weingärtner, Direktor für Jugend und Sport des Europarates, findet am Mittwoch, 17. Februar, um 10.30 Uhr statt. Weitere Informationen Presskontakt: Estelle Steiner, Europarat Tel. +33 (0)3 88 41 33 35, Mobil: +33 (0)6 08 46 01 57, estelle.steiner@coe.int Gerhard Brenner, Österreichisches Bundesministerium für Inneres Tel. +43 (0)1 53 126 33 52, gerhard.brenner@bmi.gv.at --------------- (*) Die von Professor Gunter A. Pilz für den Europarat durchgeführte Studie berücksichtigt Informationen aus 35 europäischen Ländern sowie die Ergebnisse einer Ultra-Befragung aus dem Jahr 2008 in 25 Ländern. Direktion für Kommunikation des Europarates Tel: +33 (0)3 88 41 25 60 Fax:+33 (0)3 88 41 39 11 pressunit@coe.int www.coe.int

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Photos und Events Photos und Events Photos und Events
Info.