Sonntag, 20.05.2012 19:59 Uhr

Psychische Belastungen bei der Arbeit.

Verfasser: Natalia Eitelbach Hamburg, 01.02.2012, 15:57 Uhr
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Psychische Belastungen bei der Arbeit.
Psychische Belastungen bei der Arbeit.  Bild: Natalia Eitelbach.

Hamburg [ENA] 25. Veranstaltung, Jubiläumsveranstaltung fand am 26. Januar. 2012 im Congress Centrum Hamburg statt. Das Thema: „Psychische Belastungen bei der Arbeit - Gesundheit stärken, stabilisieren, erhalten“ Arbeitskreis für Arbeitssicherheit in Hamburg .

In der Arbeitswelt bestimmen psychische Belastungen und Stress zunehmend die betriebliche Realität sowie die tägliche Wahrnehmung der Beschäftigten. Der Arbeitskreis für Arbeitssicherheit in Hamburg will Betriebsärzte, Sicherheitsfachkräfte und Unternehmer für dieses Thema sensibilisieren und an Praxisbeispielen unterschiedliche Herangehensweisen und innovative Unterstützungsangebote aufzeigen. Viele Unternehmen haben bereits erkannt, dass die physische und die psychische Gesundheit der Beschäftigten einen Schlüssel zum Erfolg darstellt.

Dennoch sehen Arbeitgeber sich häufig nicht in der Lage, die oftmals vielschichtigen psychischen Belastungen ihrer Mitarbeiter zu erkennen und systematisch zu erfassen, um entsprechende Maßnahmen in die Wege zu leiten zu können. Die Referenten haben insbesondere: die Relevanz der Entwicklung der Belastungssituation in der Arbeitswelt- auch unter wirtschaftlichen Aspekten - dargestellt. Im Fokus stand insbesondere der Standort Hamburg. In Unternehmen war konkrete Vorgehensweisen beschrieben, konkrete Anregungen gegeben, im eigenen Unternehmen die psychischen Belastungen zu ermitteln und Maßnahmen zur Prävention zu verankern.

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz haben in den letzten Jahren zugenommen, mit weiter steigender Tendenz. In der Arbeitswelt bestimmen psychomentale Belastungen und Stress zunehmend die betriebliche Realität sowie die tägliche Wahrnehmung der Beschäftigten. Psychische Belastungen an den Arbeitsplätzen nehmen stetig zu. Dazu zählen Zeit-/Termindruck, Arbeits-/Leistungsverdichtung, Monotonie, schlechtes Betriebsklima oder Vorgesetztenverhalten. Sie sind immer häufiger Ursache für Krankschreibung und Frühverrentung am Arbeitsplatz.

Dies belegen die jährlichen Statistiken der Krankenkassen zum Krankheitsgeschehen in der Arbeitswelt, wo Psychische Erkrankungen bis auf den 3.Platz in der Rangfolge der häufigsten Erkrankungen vorgerückt sind. Dem gegenüber sind die psychischen Belastungen noch viel zu wenig ins Blickfeld des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes und der Gefährdungsbeurteilung gerückt. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet den Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung der körperlichen und der psychischen Belastungen durch zuführen.

Nach Angaben der AOK ist der Anteil der Krankheitstage durch psychische Erkrankungen in den letzten 15 Jahren um 70 bis 80 Prozent gestiegen. Immer mehr Arbeitnehmer müssen aufgrund einer psychischen Erkrankung wie Depression oder Angststörungen in Frührente gehen. Laut Deutscher Rentenversicherung (DRV) sind psychische Erkrankungen mit fast 40 Prozent der Hauptgrund für Erwerbsunfähigkeit. Auch werden die Betroffenen immer jünger. Viele müssen ihren Beruf aufgrund einer psychischen Störung noch vor dem 50. Lebensjahr aufgeben. Rechtzeitig krankmachende Faktoren aufzudecken und vorzubeugen gewinnt so an Bedeutung.

Aufgaben der Veranstaltung sind: Im Arbeitskreis für Arbeitssicherheit in Hamburg arbeiten seit 1972 die auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit in der Freien Hansestadt Hamburg tätigen Organisationen und Behörden zusammen. Sie wollen über den Rahmen hinaus, der durch die jeweiligen eigenständigen Aufgaben gegeben ist, über Arbeitssicherheit informieren. Grußwort sagte Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg. Dr. Lothar Lißner, Kooperationsstelle Hamburg IFE GmbH, Hamburg hat sein Vortrag „ Arbeit und Arbeitsschutz- vor 25 Jahren und heute-Der Wandel der Belastungsfaktoren in der Arbeitswelt“ vorgestellt.

Das Thema „ Die Erkrankungsentwicklung in der Hamburger Berufswelt - Warum ist Hamburg Spitzenreiter bei den AU-Zahlen aufgrund psychischer Belastungen?“ hat Thomas Wollermann, Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung BGF GmbH, Hamburg erklärt. „Psychische Belastungen im Betrieb-Erfahrungen des Amts für Arbeitsschutz“ stellte Dr. Sabine Müller-Bagehl, Amt für Arbeitsschutz, Hamburg vor.

„Vernetzte Behandlung von Burnout und Depression- Schnittstellen zwischen Betrieb und Gesundheitssystem“ erklärte sehr interessant Dr. Hans-Peter Unger, Asklepios Klinik Harburg-Hamburg. Sascha Buse, Adecco Business Solutions GmbH, stellte sein Vortrag „ Gefährdungsanalyse psychische Belastungen und Beanspruchungen- Ein Erfahrungsbericht aus Hamburger Unternehmen“ vor. Schlusswort sagte Albrecht Liese Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Hamburg. Natalia Eitelbach.

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