Die 5.Classic Days auf Schloss Dyck
Das erste Augustwochenende eines jeden Jahres widmet Schloss Dyck seit fünf Jahren erfolgreich dem historischen Motorsport. Die Classic Days sind ein wahrer Magnet für Fans und Fahrer und solche die es noch werden wollen. Das weitläufige Gelände ist in verschiedenen Veranstaltungsbreichen aufgeteilt. Da wäre natürlich als erstes der ca. 1km lange Rundkurs zu nennen, mit der wunderschönen Berghornallee. Die Strecke ist nach historischen Vorbildern mit Strohballen gesichert, von Tribünen aus können die Zuschauer mit allen Sinnen die Boliden, Motorräder etc. erleben. Die schönsten und seltensten Automobile aus der großen Zeit des individuellen Karosseriebaus stehen traditionell auf der Orangerie-Halbinsel, dem Filetstück der Schlossgärten. Der Kenner weiß es schon, die Rede ist hier von „Jewels in the Park“. Dieser Bereich ist als FIVA „A“ Concours d´Elegance im Kalender des internationalen Dachverbandes Federration des Automobiles anciens eingetragen. Eine hochkarätige und sachkundige Jury bewertet die dort ausgestellten Wagen und kürt die Schönsten der Schönen. Es sind nicht nur die teuren Einzel- und begehrten Sammlerstücke die die Classic Days bekannt gemacht haben. Die Herzen der Zuschauer haben seit jeher jene Oldtimerenthusiasten erobert, die sich perfekt passend zu ihrem Fahrzeug kleiden. Nichts könnte diesen Teil eine bessere Bühne geben, als das sanft ansteigende Amphitheater der Schwarznusswiese in den Parkanlagen auf Schloss Dyck. Das Herzstück der Classic Days sind die Racing Legends. Seit 2008 nehmen nur noch Fahrzeuge mit nachgewiesener Wettbewerbgeschichte an den Gleichmäßigkeits- und Demonstrationsfahrten auf dem Rundkurs teil. Motorräder und Sport- sowie Rennfahrzeuge werden durchaus sportlich und spektakulär bewegt, fahren jedoch kein Rennen gegeneinander. In diesem Jahr werden sie von Fahrerpersönlichkeiten wie Jochen Maas, Roland Asch oder Isolde Holderied eindrucksvoll bewegt. (Fotos: M. Faber) Die Klein- und Kleinstwagen der 50er, die mobile Emanzipation des Arbeiters in Form von Kadett und Käfer darf auch hier nicht fehlen. Ein wichtiges Stück deutsche, aber auch der Motorsportgeschichte. In diese Zeit fiel auch das Reisebedürfnis der Deutschen und nicht zu vergessen, der Campingurlaub an der Adria. Highlights waren sicher die Sonderläufe von Mercedes-Benz, Audi NSU und Alfa Romeo. Die Supersportwagen aus Stuttgart brachten einen Simplex 40 PS, einen SSK von 1928, das Uhlenhaut Coupe, C 111 Diesel, den CLK-GTR Roadster und ganz aktuell den neuen AMG SLS mit an den Rundkurs Zum 100-jährigen Firmenjubiläum stellte Alfa Romeo ebenfalls seltene und schöne Fahrzeuge zur Schau. Den berühmten Tipo 33, der bildschöne 8C-2900 Le Mans Coupe, der P3 ein Grand Prix Wagen von 1932 und Fangios Weltmeisterschaftsauto von 1951, die Alfetta 159 GP. Porsche zeigte seine Leckerbissen wie 908/3, der 936C damals von Jacky Ickx und Harley Haywood gefahren, sowie einen 917 Le Mans in Gulf Lackierung. Die vier Ringe aus Ingolstadt präsentierten in diesem Jahr ein Auto-Union Rennwagen Typ D, als Auto-Union Silberpfeil längst zum Mythos geworden. Zum 30. Jubiläum der Quattro-Technik gab es ebenfalls einen Sonderlauf als Rallye-, Kurz- oder Langheckvariante. Der Opelraketenwagen RAK II fuhr natürlich nicht mehr wie früher mit Sprengstoff, sondern wie heute üblich mit herkömmlichen Treibstoff. Trotzdem mit Joachim Winkelhock als Markenbotschafter für Opel am Steuer, war es ein imposante Erscheinung dieses Fahrzeug auf der Strasse zu sehen. Rund herum gab es Picknickgelegenheiten im weitläufigen englischen Landschaftsgarten, neben mitgebrachten Speisen und Getränke gab es eine Vielzahl an unterschiedlichen Cateringständen mit einem breiten Angebot für jeden Geschmack. Die Classic Days bleiben das Oldtimer- und Motorfestival für die ganze Familie.




















































